Am 12. September 2026 herrschte am GaBö ein Trubel der besonderen Art. Kein Elternsprechtag, keine Klassenarbeit – sondern zwei Schulführungen, die es in sich hatten. Zu Gast waren Abiturient*innen, die vor genau 30 beziehungsweise 50 Jahren hier ihr Abitur gemacht haben und nun noch einmal zurückkehrten an die Stätte, an der einst so viel begann: ans GaBö.
Kaum hatten die ersten Gruppen die Eingangstür durchschritten, war die Verwandlung perfekt: Aus agilen Damen und Herren wurden für zwei Stunden wieder Schüler*innen. Man hörte es an jeder Ecke – „Hier, genau war der Klassenraum und hier stand der Kicker!“, „Erinnerst du dich noch an Herrn Kaufmann und seine Biologiestunde?“,In dem Klassenrum habe ich das erste Mal neben meiner jetzigen Frau gesessen…“ – nun ja, manche Anekdoten sind vielleicht besser dort geblieben, wo sie entstanden sind. Der pure Spaß am Wiedersehen und Wiedererinnern war jedenfalls beiden Gruppen deutlich anzumerken. Da wurde gelacht, gestaunt und geschwelgt, als wäre die Abschlussfeier erst letzte Woche gewesen.
Natürlich gab es auch das große Wiedererkennen: das markante Treppenhaus, die Aula, in der einst die eigene Abiturprüfung stattfand. Diese vertrauten Anker sorgten für spürbare Rührung.
Gleichzeitig war die Überraschung groß, wie sehr sich die Schule weiterentwickelt hat. Digitale Tafeln statt Kreide, bald moderne Fachräume, neue Konzepte im Schulalltag – manch einer schaute sich staunend um und musste feststellen, dass „ihr“ altes Gymnasium in vielerlei Hinsicht ein anderes geworden ist. Und dieser Eindruck war durchweg positiv: Die Rückmeldungen zeigten echten Respekt und Freude darüber, wie sich die Schule seit ihrer eigenen Zeit hier weiterentwickelt hat.
Besonders schön: Viele der Ehemaligen erzählten mit sichtlichem Stolz, dass mittlerweile nicht nur ihre eigenen Kinder, sondern bereits ihre Enkelkinder bei uns die Schulbank drücken. Was vor 30 oder 50 Jahren selbst begann, wird nun in der dritten Generation fortgeführt – ein Beweis dafür, dass diese Schule offenbar etwas richtig macht, wenn Familien ihr über Generationen hinweg die Treue halten.
Am Ende der Führungen war die Stimmung ausgelassen und warm zugleich. Zwischen Lachen über alte Geschichten und ehrlichem Staunen über Neues wurde deutlich: Man kann die Schule verlassen, aber ein Stück von ihr bleibt offenbar für immer. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Jubiläen – und darauf, wie viele Enkelkinder von heute vielleicht in 30 oder 50 Jahren selbst wieder durch unsere Flure gehen werden.


