Der Tagesablauf hatte dabei seinen ganz eigenen Rhythmus: Um 6:30 Uhr hieß es raus aus den Federn – wer noch verschlafen die Treppe hinunterstolperte, wurde spätestens beim Frühstück wach. Dann ging es mit dem Bus hinauf zur Piste, wo von 9:00 bis 15:30 Uhr das große Abenteuer auf Ski und Snowboard wartete. Bei Wind, Schnee und gelegentlich auch strahlendem Sonnenschein wuchsen die Teilnehmer*innen täglich über sich hinaus – die ersten zittrigen Kurven wurden schnell zu selbstbewussten Schwüngen. Nach der Rückkehr ins Quartier war ab 16:00 Uhr erst einmal Durchatmen angesagt: nasse Klamotten trocknen, heiß duschen, kurz die müden Beine hochlegen. Um 17:30 Uhr gab es Abendessen – nach einem langen Tag auf der Piste schmeckte jeder Bissen doppelt so gut.
Um 18:30 Uhr versammelte sich die Gruppe zur Abendrunde, dem täglichen Herzstück des gemeinsamen Lebens. Hier wurde der Tag besprochen, Erlebnisse geteilt – und mit großer Spannung die „Pistensau“ des Tages gekürt. Nominiert wurden jene Teilnehmer*innen, die die allgemein gültigen Verhaltensregeln auf der Piste etwas zu großzügig ausgelegt hatten. Die nominierten Personen durften sich zunächst in einer Stellungnahme verteidigen, bevor die Gruppe abstimmte, wer die neongelbe Warnweste am nächsten Tag tragen musste – als freundliche Vorwarnung für alle anderen Skifahrer*innen auf der Piste. Die Tradition sorgte jeden Abend für viel Gelächter und Spannung.
Von 19:00 bis 21:00 Uhr gehörte die Zeit dann den Teilnehmer*innen selbst. Doch wer glaubte, diese Stunden entspannt auf der faulen Haut liegen zu können, hatte die Rechnung ohne die Jury von „Schöner Wohnen“ gemacht: Um 21:00 Uhr machte sie ihre gefürchtete und zugleich heiß ersehnte Runde durch die Zimmer. Die Gruppen hatten ihre Räume nach selbstgewählten Themen gestaltet – von Natur über Blumenladen bis hin zu Favela und Sekte war die Kreativität keine Grenzen gesetzt. Bewertet wurden nicht nur Einfallsreichtum und Dekoration, sondern auch Sauberkeit und Ordnung – und die Teilnehmer*innen lieferten ab: Die Zimmer erinnerten in ihrer Gepflegtheit bisweilen an Hotelstandards. Um 22:00 Uhr war schließlich Bettruhe – und wer ein reines Gewissen hatte, schlief garantiert gut.
Mit einer rekordverdächtig langen Rückreise von 18 Stunden erreichten wir schließlich um 1 Uhr nachts unser Zuhause.
Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Betreuern Max Mitschke, Florian Heisig und Ludwig Salzmann, die eine abwechslungsreiche, lehrreiche und unvergessliche Schneefahrt ermöglichten. Ihre Unterstützung und ihr Engagement haben maßgeblich zum Erfolg dieser Reise beigetragen.
Für die nächste Generation von Schneefahrer*innen an unserer Schule gilt: Die Schneefahrt wartet auf euch!








